| Charakter
Spitze sind sehr aufgeweckte, lebhafte Hunde, die ihrer Familie
treu ergeben sind. Da diese Hunderasse ziemlich rasch lernt, bereitet
ihre Erziehung und Ausbildung kaum Probleme. Spitze sind jedoch auch
sehr wachsame Tiere und so bellen sie beim geringsten Anlass. Diese
Eigenart kann man ihnen jedoch mit konsequenter Erziehung abgewöhnen.
Aussehen
Spitze gliedern sich in die Rassen Zwergspitz (22 cm), Deutscher
Kleinspitz, Mittelspitz, Deutscher Großspitz und Wolfsspitz
(60 cm). So unterschiedlich ihre Körpergrößen auch
sind, allen gemeinsam ist ein kleiner Kopf mit spitzer Schnauze,
kleine Ohren und ein dichter, wuscheliger Pelz mit weicher Unterwolle.
Die häufigsten Farben sind weiß, schwarz oder braun. Die
Rute ringelt sich nach oben oder zur Seite.
Historie
Der Torfspitz ist die Stammform aller Terrier, Schnauzer, Pinscher
und Spitze (lt. Rüthimeyer). Hundedarstellungen, die man (mit
einiger Phantasie) als Spitze deuten kann, findet man als Mykenische
Terrakotten 1200 v.Chr. und später auf athenischen Grabstellen.
Dr. Reichenbach, seinerzeit königlich sächsischer Hofrat,
sieht denn auch richtiger Weise im Spitz eine Urrasse des Haushundes,
eine Rasse die der Form des Urthieres am nächsten stehen dürfte.
spitzartige Hunde, das ist unbestritten, treten schon sehr früh überall
dort auf, wo Hunde als Haushunde gehalten und gezüchtet werden.
Man Darf deshalb mit Sicherheit annehmen, der Spitz - vor allem wenn
wir auch die kurzhaarigen Formen einbeziehen - sei eine der ältesten
Formen des Haushundes.
Je nach ihrer Behaarung lassen sich die bis jetzt zu allgemeinen
Kenntnis gelangten spitzartigen Hunde folgendermaßen einteilen:
Langhaarige Spitze
- a) Deutsche Spitze
- b) Nordische Spitze
- c) Südliche Spitze
Stockhaarige Spitze
- a) Sibirische Spitze
- b) Elchhunde der Lappen
Kurzhaarige Spitze
- a) Belgischer Spitz - Schipperke
- b) Chinesische spitzartige Hunde
- c) Indische spitzartige Hunde
Nach der Größe wurden nur Groß- und Kleinspitze
unterschieden. Auf eine volle Halskrause und eine reichlich behaarte
Rute legte man großen Wert. Schon bevor ein Standard aufgestellt
wurde, achtete man auf ein quadratisches Gebäude. Im Gegensatz
zu späteren Standardbestimmungen bevorzugte man damals den Spitz
mir dem runden gewölbten Schädel. An Farben war fast alles
vorhanden. Es gab weiße, cremefarbige, schwarze, blaue, goldgelbe,
fuchsrote, braune, graugewolkte und gescheckte Spitze. Als gescheckt
galten Hunde mit weißer Grundfarbe und farbigen Platten. Die
Farben nicht allzu sehr einzuschränken war sicher weise, denn
warum soll man nicht auch braune, rahmfarbene und gescheckte Spitze
beachten, wenn sie typische Spitze sind.
Ab 1905 beschloss man beim Großspitz auf Größe
zu züchten. Wolfsspitze sollten eine Widerristhöhe von
mindestens 45 cm, die anderen Farben von 40 cm haben. Bis dahin entsprach
der Großspitz dem heutigen Mittelspitz. Die Einführung
der Klasse Mittelspitze wurde auch im Jahre 1955 noch abgelehnt.
Heute ist man leider ins andere Extrem verfallen. Man darf sich fragen
ob eine derartige Aufsplitterung in fünf Größen für
eine Rasse überhaupt sinnvoll ist. Die Aufsplitterung in zu
viele und überdies unnötige Klassen verunmöglicht
weitgehend einen richtigen Wettbewerb und kann einer Rasse kaum zum
Nutzen gereichen.
Spitze gehören zu den ältesten Hunderassen und werden
seit jeher als Wach- und Familienhunde geschätzt. |